In der Vergangenheit behandelten viele Fabriken die Laserbeschriftung als separate Arbeitsstation. Ein Produkt wurde in Position gebracht, der Bediener startete den Markierungsprozess und das Teil fuhr mit dem nächsten Produktionsschritt fort.
Diese Methode wird auch heute noch häufig angewendet.
Die Situation beginnt sich zu ändern, wenn eine Produktionslinie schneller wird oder wenn jedes Produkt andere Informationen benötigt. Ein Hersteller muss möglicherweise auf jedem Teil eine Seriennummer markieren, einen QR-Code zur Rückverfolgbarkeit hinzufügen oder Produktionsinformationen automatisch aktualisieren. An diesem Punkt beginnt der Markierungsprozess, sich auf den gesamten Produktionsfluss auszuwirken.
Aus diesem Grund diskutieren immer mehr Fließbandhersteller über Inline-Fluglasermarkierungslösungen.
Bei der Maschinenauswahl stellen unsere Ingenieure bei HBS häufig fest, dass Kunden zunächst den Laser selbst in den Mittelpunkt stellen. Sie fragen nach Laserleistung, Markiergeschwindigkeit und Markierqualität.
Nach der Durchsicht der Produktionslinie wird jedoch meist eine andere Frage wichtiger:
Wie bewegt sich das Produkt, wenn es die Markierungsposition erreicht?
Bei einer fliegenden Markierungsanwendung wartet der Laser nicht, bis das Produkt stoppt. Das System muss wissen, wo sich das Produkt befindet und wann die Markierung beginnen soll. Abhängig vom Produktionsaufbau kann dies fotoelektrische Sensoren, Encoder-Tracking, Fördersignale und Kommunikation zwischen verschiedenen Geräten umfassen.
Diese Details machen oft den Unterschied zwischen einer erfolgreichen Installation und einem System aus, das nach der Lieferung weitere Anpassungen erfordert.
Eine häufige Anwendung in der Elektronikfertigung ist beispielsweise das Markieren einzelner QR-Codes auf Bauteilen. Der Kennzeichnungsinhalt ändert sich von Produkt zu Produkt, was bedeutet, dass das System die richtigen Informationen zur richtigen Zeit erhalten muss.
Die Lasermarkierung selbst kann nur einen kurzen Moment dauern. Der kompliziertere Teil besteht darin, sicherzustellen, dass die richtigen Daten dem richtigen Produkt durch die Produktionslinie folgen.
Eine ähnliche Situation besteht in der Automobil- und Hardwarefertigung. Eine Fabrik kann ähnlich aussehende Metallteile herstellen, für jede Charge sind jedoch möglicherweise andere Identifikationsinformationen erforderlich. Wenn der Markierungsprozess von den Produktionsdaten getrennt ist, benötigen Bediener möglicherweise zusätzliche manuelle Schritte, um die Informationen zu bestätigen.
Die Inline-Markierung hilft dabei, diese Schritte miteinander zu verbinden.
Allerdings sehen wir in der Kundenkommunikation auch Fälle, in denen Flying Marking nicht die beste Wahl ist.
Einige Fabriken produzieren beispielsweise maßgeschneiderte Teile in kleinen Mengen. Produkte können manuell geladen, häufig gewechselt oder für jede Bestellung anders positioniert werden. In diesen Situationen kann eine Standard-Faserlasermarkierungsmaschine eine einfachere Lösung mit einfacherem täglichen Betrieb bieten.
Die richtige Wahl hängt nicht nur von der Markierungstechnologie, sondern auch von der Produktionsumgebung ab.
Für Metallprodukte wie Edelstahlkomponenten, Aluminiumgehäuse und Industriehardware werden in automatisierten Produktionslinien häufig Faserlaserbeschriftungsmaschinen eingesetzt. Das endgültige Systemdesign hängt vom Material, der Markierungsposition, der Produktbewegung und den Informationsanforderungen ab.
Vor der Integration eines fliegenden Inline-Laserbeschriftungssystems prüfen unsere Ingenieure in der Regel mehrere praktische Punkte:
Wie stabil ist die Produktbewegung?
Ist die Markierungsposition festgelegt?
Benötigt jedes Produkt individuelle Daten?
Wie kommuniziert die Produktionsanlage?
Diese Fragen sind oft wichtiger als die Auswahl eines Lasers mit höherer -Leistung.
Da Hersteller die Rückverfolgbarkeit und Automatisierung ihrer Produktion weiter verbessern, wird die fliegende Inline-Lasermarkierung zu einer praktischen Option für kontinuierliche Montagelinien. Der Wert des Systems liegt nicht nur in einer schnelleren Kennzeichnung, sondern auch in einer besseren Verbindung zwischen Produktidentifikation und Herstellungsprozess.